Raclette, Fondue, Tartiflette, Mont d'Or ohne Laktose? - Blog post hero

Raclette, Fondue, Tartiflette, Mont d'Or ohne Laktose?

June 27, 2026
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June 27, 2026

Trotz des äußeren Eindrucks können diese großen Klassiker der Winterabende durchaus von Laktoseintoleranten genossen werden – vorausgesetzt, man wählt die Produkte sorgfältig aus. Und glauben Sie mir, daraus macht man kein Drama.

Raclette

Für Raclette empfiehlt sich die Spitzenklasse: die Raclette du Valais AOP. Dort, in dieser Ecke der Schweiz, wurde das Raclette im Mittelalter erfunden, und dort wird es auch heute am besten hergestellt. Der Vorteil? Im Gegensatz zu den industriellen Versionen, die man überall im Supermarkt findet, enthält Raclette du Valais AOP keine Laktose mehr. Die lange Reifung hat die Arbeit für Sie erledigt.

Fondue

Fondue ist eine ganze Familie von Gerichten, und gute Nachrichten für Laktoseintolerante: je nach gewähltem Käse kann es problemlos gegessen werden. Nehmen Sie zum Beispiel das Halb & Halb, einen Schweizer Klassiker, der zu gleichen Teilen aus Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP besteht. Diese beiden Käse, wie es sich gehört gereift, sind von Natur aus arm an Laktose. Perfekt, um Brot ohne Bedenken einzutauchen.

Tartiflette

Tartiflette ist ein Gericht, das nach Bergen und Abenden duftet, an denen man keine Kalorien zählen möchte. Und die gute Nachricht ist, dass sie auf Reblochon basiert – ein Käse, der von Natur aus wenig Laktose enthält. So kann man sich sorgenfrei Nachschlag holen.

Mont d'Or

Mont d'Or weist einen Laktosegehalt von 0,5 g pro 100 g auf. Damit zählt er ebenfalls zu den Käsesorten, die von Natur aus laktosearm sind. Und wie bei den anderen gilt dieselbe Logik: Es geht nicht darum, Milchprodukte aus dem Leben zu verbannen, sondern unter der eigenen Verträglichkeitsgrenze zu bleiben.

Laut einer Studie der EFSA können Laktoseintolerante in der Regel zwischen 6 und 12 g Laktose pro Tag konsumieren, verteilt auf drei Mahlzeiten. Die empfindlichsten reagieren bereits ab 3 g. Eine Dosis von 1 g pro Mahlzeit ist jedoch mit allen Formen der Intoleranz vereinbar.

Den Lacto-Score (A-E) verstehen

Um die Ergebnisse auf einen Blick verständlich zu machen, wurde der Lacto-Score entwickelt. Eine fünfstufige Skala, inspiriert vom Nutri-Score, um sofort zu erkennen, ob ein Produkt für Sie geeignet ist oder nicht.

A - Sicher. 0 g Laktose pro 100 g. Vollkommen laktosefrei, sicher für alle. B - Meist sicher. ≤0,5 g Laktose pro 100 g. Eine winzige Spur, die in der überwiegenden Mehrheit der Fälle gut vertragen wird. C - Vorsicht. ≤1 g Laktose pro 100 g. Mittlerer Gehalt, mit Vorsicht zu genießen je nach Empfindlichkeit. D - Risiko. ≤1,5 g Laktose pro 100 g. Hoher Laktosegehalt, kann Symptome auslösen. E - Hohes Risiko. >1,5 g Laktose pro 100 g. Bei Intoleranz zu meiden, klar.

Und wenn das Produkt nicht in unserer Datenbank enthalten ist, zeigt die App dies direkt an. Dann ist eine manuelle Analyse der Inhaltsstoffe nötig.

Außerdem kann ein Nahrungsergänzungsmittel mit Laktase, in richtiger Menge und zum richtigen Zeitpunkt eingenommen, bei der Verdauung helfen.

Die oben genannten Gerichte enthalten maximal 0,5 g Laktose pro 100 g Käse. Das heißt, man kann sich problemlos eine großzügige Portion von 200 g nehmen – auch ohne zusätzliches Laktasepräparat.

ABER Achtung: Dann muss man die im Buch beschriebene Methode anwenden oder die mobile App lactose.help nutzen.

Alle Käse der Klassen A oder B sind gut für eine Portion von mindestens 200 g geeignet. Und das ist noch eine konservative Schätzung!